BUNDjugend  

Hätte, Hätte, Lieferkette

Aktiv werden für Menschrechte und Umweltschutz!

Am leichtesten findest Du deine Abgeordneten über unsere Übersicht. Mit einem Klick auf den Namen kommst Du zum Kontaktformular des Bundestags.

Finde hier deine Abgeordneten:

Hamburg-Mitte: Christoph De Vries (CDU)
Hamburg-Altona: Dr. Matthias Barke (SPD) | Marcus Weinberg (CDU) | Katja Suding (FDP)
Hamburg-Eimsbüttel: Niels Annen (SPD) | Zaklin Nastic (Die Linke) | Rüdiger Kruse (CDU)
Hamburg-Nord: Dr. Christoph Ploß (CDU) | Anja Hajduk (B90/Grüne) | Dorothee Martin (SPD)
Hamburg-Wandsbek: Aydan Özoğuz (SPD) | Dr. Wieland Schinnenburg (FDP)
Hamburg-Bergedorf-Harburg: Metin Hakverdi (SPD) | Manuel Sarrazin (B90/Grüne)

Zu anstrengend? Deine Abgeordnetten nicht dabei?
Auch die Initiative Lieferkettengesetz bietet einen Mail-Service an! Schaut dazu einfach hier vorbei: www.lieferkettenbrief.de

Hier kannst Du nun deine Fragen und Forderungen zum Lieferkettengesetz an die entsprechenden Abgeordneten versenden.

Falls dir selber kein Text einfällt, haben wir hier einen für dich vorbereitet:

Sehr geehrte/r Frau/Herr …,

Mit dem Lieferkettengesetz soll „Made in Germany“ zukünftig nicht mehr für „Made with Menschenrechtsverletzungen“ stehen. Das ist gut und überfällig! Leider wird „Made in Germany“ auch mit dem aktuellen Entwurf zum Lieferkettengesetz immer noch für „Mitschuldig am Klimawandel und Artensterben“ stehen. Das können wir gemeinsam ändern!

Hamburg als „Tor zur Welt“ sollte konsequent gegen Ausbeutung stehen! Im Hamburger Hafen werden jährlich ca. 126,3 Mio. Tonnen umgeschlagen. Waren aus aller Welt kommen hier zusammen, unweigerlich stellt sich mir die Frage: Unter welchen Umständen wurden sie produziert? Deshalb bitte ich Sie, als mein Abgeordneter im Bundestag, sich für ein strengeres Lieferkettengesetzt einzusetzen.

Unser aller Ziel muss es sein, (oder: Unser Ziel sollte sein,) auf diesem Planeten ein nachhaltiges Wirtschaften zu ermöglichen. Deutschland hat als eine der größten Wirtschaftsmächte die nötige Strahlkraft dieses ambitionierte Vorhaben als Vorreiter in die Welt zu tragen. Mich freut, dass der Gesetzesentwurf bereits in seiner jetzigen Form von Unternehmen fordert, Verantwortung für die Einhaltung der Menschenrechte in ihrer Lieferkette zu übernehmen. Schädliche Auswirkungen auf das Klima, die Natur und die Biodiversität finden hingegen keine oder nur wenig Beachtung.
Wie kann es sein, dass es ein Wettbewerbsvorteil ist, Umweltbelange in der Produktionskette zu missachten? Umweltschäden, die aus wirtschaftlichen Tätigkeiten entstehen, gefährden oftmals auch grundlegende Menschenrechte. Unternehmen, die bereits umweltfreundlich agieren, haben verstanden, dass nur eine Wirtschaft, die sich nicht auf Ausbeutung stützt, zukunftsfähig ist.

Ich fordere außerdem einen besseren Rechtsschutz für Menschen, die von Menschenrechtsverletzungen oder Umweltzerstörung betroffen sind, welche deutsche Unternehmen (mit)verursachen. Im aktuellen Gesetzesentwurf vermissen wir wirkungsvolle zivilrechtliche Haftungsregelungen. Eine Sorgfaltspflicht für Unternehmen muss sich außerdem von vornherein auf die gesamte Wertschöpfungskette beziehen und nicht nur auf den eigenen Geschäftsbereich und direkte Vertragspartner*innen. Eine nur „anlassbezogene“ Prüfung mittelbarer Zuliefernden reicht nicht aus.

Immer mehr Deutschen ist es wichtig, fair und nachhaltig hergestellte Produkte zu kaufen. Diese positive Entwicklung kann besonders durch ein Lieferkettengesetz unterstützt werden, das Transparenz und Pflichten für die gesamte Wertschöpfungskette schafft. Wir haben jetzt die Chance mit einem fortschrittlichen Gesetz zu beweisen, dass deutsche Unternehmen weltweit für die Achtung von Mensch UND Umwelt stehen.

Meine Hoffnung ruht nun auf Ihnen. Im Lieferkettengesetz geht es darum, Verantwortung für die Auswirkung des eigenen Handelns zu übernehmen. Darum bitte ich Sie, sich Ihrer Verantwortung für die Gestaltung einer fairen Gesellschaft zu stellen und den Gesetzesentwurf nachzubessern! Werden Sie das tun?

Mit freundlichen Grüßen

XX YY

Du musst also nur die Namen ergänzen und schon kann es losgehen!

Wenn Du noch mehr Infos über das Lieferkettengesetz brauchst, schau einfach hier oder hier nach 🙂 Oder melde dich bei foej@bundjugend-hamburg.de

Fotos: Helge Bendl (www.helgebendl.com). Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved.