Kosmetik

Basics

Hormonelle Schadstoffe in der Bodylotion, Kunststoffe im Peeling oder in Zahncremes – manche Produkte können sowohl unsere Gesundheit als auch die Umwelt gefährden. Hormonell wirksame Substanzen in Pflegeprodukten können sich auf die Geschlechtsorgane und den Verlauf der Pubertät auswirken – Mikroplastik-Teilchen reichern sich über das Abwasser in Gewässern an und werden von Fischen und anderen Lebewesen aufgenommen.

Tipps

Informiere Dich vor dem Kauf von Kosmetikprodukten, ob diese Mikroplastik oder hormonell wirksame Stoffe enthalten.

● Eine BUND-Studie zu hormonell wirksamen Chemikalien in Kosmetika findest Du hier

● Mit der Tox-Fox-App des BUND kannst Du den Barcode von Produkten im Geschäft oder Deinem Badezimmer scannen und hormonelle Schadstoffe erkennen.

● Achte auf das Siegel Kontrollierte Naturkosmetik. Es garantiert strenge Auflagen bei der Rohstoffauswahl sowie -qualität und weist Produkte aus, die frei von synthetischen Wirkstoffen sind.

● Versuche auf Produkte zu verzichten, die Aluminum enthalten. Laut dem Bundesamt für Risikobewertung (BfR) ist es wahrscheinlich, dass bei einigen Menschen bereits durch die Nahrungsaufnahme die wöchentlich tolerierbare Aufnahmemenge erreicht wird. Die weitere Aluminiumaufnahme sollte daher möglichst niedrig gehalten werden.

● Der BUND-Einkaufsratgeber „Mikroplastik – die unsichtbare Gefahr“ gibt Auskunft darüber, in welchen Kosmetikprodukten sich Mikroplastik versteckt.

● Frage in den Geschäften kritisch nach und verlange eine Liste der Inhaltsstoffe für einzelne Produkte. Allein dies führt dazu, dass Geschäfte sich überlegen, welche Produkte sie vertreiben wollen.

● In Hamburg gibt es in vielen Drogeriemärkten eine Abteilung mit zertifizierter Naturkosmetik. Alternativ empfehlen wir Naturkosmetikläden wie Mimulus Naturkosmetik oder GRÜN & SCHÖN.

● Naturseife am Stück ist eine gute Alternative zu Flüssigseife aus dem Spender, Duschgel und Shampoo. So wird viel Verpackungsmüll gespart und die Gewässer werden weniger belastet. Dennoch gilt es zu überprüfen, welche Fette verwendet wurden (am besten sind pflanzliche Fette, wobei auf Palmfett aufgrund der klimaschädigenden Wirkung verzichtet werden sollte).

● Handzahnbürsten aus Plastik können Schadstoffe im Griff enthalten, zum Beispiel krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (kurz PAKs). Mittlerweile sind im Handel verschiedene Modelle aus nachwachsenden Rohstoffen wie Bambus oder Zellulose erhältlich. Diese Zahnbürsten sind gesundheitlich unbedenklich und biologisch abbaubar. Sie lassen sich später sogar im Biomüll entsorgen. Die Borsten der Zahnbürste sollten BPA-frei hergestellt sein, achten Sie auf entsprechende Hinweise auf der Verpackung.

● Besonders beliebt ist die elektrische Zahnbürste, da sie das Putzen erleichtert. Dass sich im mechanischen Inneren oder in Stromkabeln Schadstoffe verstecken können, ist wohl den wenigsten bewusst. Kabel, Platinen und Batterien enthalten mitunter hormonell schädliche Weichmacher, die Fortpflanzung schädigende Bleiverbindungen, krebserregendes 1,3-Propansulton und andere problematische Chemikalien.

 

Zuckerpeeling für den Körper

Zutaten: 1 Päckchen Bio-Vanillezucker, der Saft von einer Bio-Zitrone, brauner Bio-Zucker

Den Vanillezucker mit dem Zitronensaft anrühren, so viel braunen Zucker unter das Vanille-Zitronen-Gemisch geben, bis eine homogene dickflüssige Masse entstanden ist. Dann kannst Du das Zucker-Zitronenpeeling in kreisenden Bewegungen auf Deinen Körper auftragen und leicht einmassieren. Anschließend mit klarem Wasser abspülen. Danach kannst Du Deine Haut mit einem feuchtigkeitsspendenden Körperöl einölen.

 

Zucker-Feuchtigkeitspeeling für den Körper und das Gesicht

Zutaten: ½ Becher Bio-Quark, zwei bis drei Esslöffel Bio-Honig, mindestens drei Esslöffel brauner Bio-Zucker

Quark, Honig und Zucker zu einer homogenen Masse zusammen mischen. Dann das Zucker-Zitronenpeeling in kreisenden Bewegungen auf Ihren Körper, Dekollte oder Gesicht auftragen und leicht einmassieren. Anschließend mit klarem Wasser abspülen und eincremen.

 

Selbstgemachte Badezusätze

Duftöle zur Verbesserung der Raumluft oder zum Baden müssen nicht künstlich hergestellt und gekauft werden. Für ein Duftbad kann man zum Beispiel selbst gezupfte Kräuter in einem Säckchen dem Wasser hinzufügen. Rosmarin und Minze wirken belebend, während Melisse und Lavendel Entspannung bringen. Und nicht nur im Badewasser können natürliche Düfte verbreitet werden. Eine Orangenschale und dazu ein paar Zimtrollen verströmen  im Wohnzimmer einen weihnachtlichen Duft. Zweige und Tannennadeln riechen ebenfalls natürlich und angenehm und sehen zudem noch sehr hübsch im Adventszimmer aus.

 

Roll-On Deo selbermachen

Unser absolutes Lieblingsrezept ist in nur 5 Minuten herzustellen und kostet weniger als 0,50 € für 100 ml. Alles, was Du benötigst, ist etwas Natron, Speisestärke und leere Deoroller zum Befüllen. Nach belieben kannst Du auch ein paar Tropfen eines ätherischen Öls hinzugeben. Probiere zum Beispiel Teebaumöl oder Lavendelöl für einen angenehmen Duft und eine noch bessere, antibakterielle Wirkung. (Quelle)

Hier findest Du weitere hilfreiche DIY Ideen.

 

Stores

Bei folgenden großen Herstellern von Naturkosmetik hat der BUND keine hormonell wirksamen Bestandteile gefunden. Dazu gehören u.a.: alva, Börlind, Dr. Hauschka, Lavera, Logocos, Martina Gebhardt. Lass Dir bei kleineren Anbietern eine Liste der Inhaltsstoffe geben.

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